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Nicht nur das „Eis knistert“: In Winterberg werden wichtige Weichen für Olympia gestellt

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Winterberg. (ske) René Spies bringt es auf den Punkt: „Was die Quantität und Qualität angeht: Eine solche Leistungsdichte hat es so bisher noch nicht gegeben“, sagt der Chef-Bundestrainer Bob. „In Sachen Material haben einige Nationen aufgeholt, das internationale Wettrüsten hat begonnen.“ Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass Olympia vor der Tür steht und faszinierenden Einfluss ausübt, dürfte der 4. BMW IBSF Bob & Skeleton Weltcup presented by VELTINS, ein Ereignis mit besonderer Qualität werden, spektakulär und spannend. Es ist der erste Weltcup in Europa nach drei Übersee-Rennen. Es „knistert“, nicht nur das Eis. Und das passend zum 40-jährigen Geburtstag der Kunsteisarena. In Winterberg werden wichtige Weichen für Olympia gestellt.

Das gilt natürlich nicht nur für die Bob-Wettbewerbe. Skeleton hat sich in den letzten Jahren immer mehr emanzipiert, die Weltklasse hat sich deutlich breiter formiert, auch das Rennen um das beste Material für die Schlitten hat brisant an Schwung gewonnen.

Winterberg und die Region dürfen sich daher freuen, eine ganz wichtige Station auf dem Olympischen Weg nach Pyeongchang zu sein. Dementsprechend akribisch verläuft die Vorbereitung der Athleten aus insgesamt 27 Nationen. Fürs deutsche Bob-Team steht dabei - neben der Athletik - die Arbeit am Material im Fokus. Trotz dreier Siege in den Überseerennen Lake Placid, Park City und Whistler lief nicht alles rund. Die Leistungsschwankungen waren zu groß. Beispielsweise ist der Doppelweltmeister vom Königssee 2017, Francesco Friedrich, noch längst nicht in Tritt gekommen, was auch mit dem Material zusammenhängt. Aber in Winterberg soll bei den Männern die Wende eingeleitet werden.

Bei den Frauen ist eine klare Leistungssteigerung zu verzeichnen. Sie sind dicht an den Podiumsplätzen, einer sprang in Lake Placid durch Stephanie Schneider heraus. In der VELTINS-EisArena ist Annika Drazek vom BSC Winterberg wieder dabei und feiert ihren Saisoneinstand. Sie dürfte dem Frauen-Team weiteren Schwung verleihen. Gespannt sein darf man auch auf Annika Köhler: Nach den drei Rennen in Übersee feiert die Winterberger Pilotin ihr Weltcup-Heimdebüt.
Bei den Skeletonis startet Weltmeisterin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) als Führende im Gesamtweltcup. Die Plätze acht, drei und eins weisen eine klare Tendenz auf, auch wenn fahrerisch und vor allem am Start noch Luft nach oben ist. Auch Vizeweltmeisterin Tina Hermann vom Königssee kommt langsam in Schwung. Für Alex Gassner (BSC Winterberg) geht es darum, durch einen weiteren Rang unter den besten acht Platzierten einen weiteren Schritt Richtung Olympia zu machen. In Whistler wurde er Fünfter, drei Platzierungen unter den besten acht Skeletonis sind nach den internen Kriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Voraussetzung für Olympia. Unterm Strich ist das deutsche Skeleton-Team sehr gut aufgestellt. Bei den Frauen sind Lölling und Hermann starke Medaillenkandidaten, bei den Herren hat Axel Jungk - Dritter in Park City - und amtierender Vizeweltmeister die besten Chancen, aufs Olympia-Podium zu klettern. Der Südkoreaner Yun Sungbin und der Lette Martins Dukurs sind die Topfavoriten. „Die Bronzemedaille bei den Herren ist keine Utopie“, meint Bundestrainer Jens Müller. Das ist noch Zukunftsmusik. In Winterberg sollen aber schon erste „Olympia-Töne“ zu vernehmen sein.

Pressekontakt

Inga Ortmann
Medienkoordinatorin
medien@veltins-eisarena.de
+49 170 3012525

Paul Senske
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